Der wesentliche Unterschied zwischen einschalen („Warmdach“) und zweischaligen („Kaltdach“) besteht in der Tatsache, daß hier eine Belüftung der Dämmung entweder stattfindet oder nicht.



Es spielt hier keine Rolle, ob es sich um ein Steil- oder Flachdach handelt. Das Prinzip ist dasselbe.



Der Nachteil der zweischaligen Dächer besteht darin, daß die Wärmedämmung nachträglich nur mit sehr hohem Aufwand verbessert werden kann. Allerdings wird eingeführte Feuchte wieder abgeführt, was die Dämmung etwas unempfindlicher macht. Voraussetzung ist natürlich eine funktionierende Belüftung. Genau dies ist aber bei den meisten Dächern eben nicht gegeben. „Feinde“ der Belüftung sind ungünstige Lagen und/oder komplizierte Dachlandschaften sowie Ausbaute (Gauben etc.)

Der sommerliche Wärmeschutz ist, bei funktionierender Lüftung, besser als bei einem einschaligen Dach.



Bei den hauptsächlich im Flachdachbereich eingesetzten einschaligen Dächern handelt es sich um eine Standardkonstruktion. Hier kann bei einer Sanierung ohne weiteres die Dämmstoffdicke erhöht werden.

Für die heutigen Steildächer werden im Grunde ebenfalls einschalige Dächer eingesetzt, da die Sparrenhöhen voll ausgenutzt werden sollen. Da hier dann die Belüftung fehlt, ist besonderer Wert auf die Luft- und Dampfsperre zu legen. Es darf hier Feuchtigkeit gar nicht erst in die Dämmung gelangen, da diese ja nicht durch einen Luftstrom wieder austrocknen kann.