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Kommentar von stefan ibold:
Wer dachte in Frankfurt würde
Aufbruchstimmung verbreitet, der wurde enttäuscht. Hübsch
übersichtlich, auf zwei Etagen angeordnet, fanden sich
einige Ziegler und Schiefergruben, sowie sagenhafte zwei
Bitumenbahnenhersteller. Ein in meinen Augen absoluter
Negativrekord.
Auf einer Etage der Nachbarhalle wurden
Gerüste, Maschinen und Werkzeuge gezeigt. Hier waren nach
meinem Kenntnisstand keine neuen Innovationen zu besichtigen.
Wie es dieses Jahr sowieso
nicht zu finden war, das Neue. Doch halt so ganz stimmt
das nicht. Immerhin hat Nelskamp mit seinem neuen DS 5 einen
Mamutziegel herausgebracht. Ganze 5,5 Stk werden für
den m² benötigt. Ein neuer Größenwahn? Meyer
Holsen stellte den neuen Ravensberger vor. Es
ist ein Flachdachziegel im Großformat (12,5
Stk/m²). Auffällig der gerade Schnitt am Fuß. Doch
auch im Kleinen gab es Bewährtes und Findiges. So hatte die
Firma Eisedicht den Durchbruch für den Durchbruch.
Luftdichtmanschetten, die das Erstellen der luftdichten Schicht
im Bereich der Dampfbremse bei Kabeldurchführungen enorm
erleichtern. Allerdings spielen die Manschetten ihre Stärke
erst bei einer Neuinstalltion der Kabel vollkommen aus.
Relativ
wenig frequentiert der Themenpark, neben dem Stand des
Zentralverbandes. Obwohl hier einige nützliche Tipps rund um
Fördergelder und deren Beantragung gegeben wurden, wenn es
um die energetische Sanierung bestehender Gebäude geht. Für
den Neubau dürfte dabei der Einsatz und die Förderung
der Solaren Energiegewinnung von Bedeutung sein.
Überhaupt
scheint die Energieeinsparung seltsame Stilblüten zu
betreiben. Da werden Unterspannbahnen und Unterdeckungen
angepriesen, bei denen satte 9% weniger Heizwäremebedarf
bestehen soll. Intelligente (können die
rechnen?) Sanierungsdampfbremsen, die man über den Sparren
verlegen kann. Wobei erwähnt werden sollte, daß der
Wettbewerber inzwischen offziell eine vorhandene luftdichte
Schicht erwartet, da sonst die Bahn nicht funktionieren kann.
Und um es weiter zu toppen, nun gibt es sie endlich
die Abschirmbahnen gegen den Elektrosmog mit dem weiteren Vorteil
der 60%igen Reflektion der Strahlungswärme. Da wird einem
warm ums Herz und das Handy von Pappi hat Abends ausgedient, der
Funkwecker allerdings auch. Eines scheint sich aber dennoch zu
bewahrheiten: das Internet scheint in voller Konkurrenz zur Messe
zu stehen. Ist es doch ungleich kostengünstiger als ein
Messestand, kann schneller reagieren und viel wichtiger -
agieren, kann dank guter Software auch im Ziegelbreich Farben und
Formen sehr gut darstellen. Wenn an den Ständen
Kletterwände herangezogen werden müssen, um
Aufmerksamkeit zu erlangen, dann stellt sich die Frage nach dem
Sinn und Zweck eines teuren Ausstellungsstandes erneut. Die
Kosten scheinen das eigentliche Problem der Messen zu sein.
Stände in früheren Jahren riesig angelegt
heute kaum zu finden. Viele Hersteller, die ansich ein Heimspiel
in Frankfurt haben, sind gar nicht erst erschienen. So fehlte
auch der komplette Bereich der Aufdach- und Auflattdämmungen.
Schade ansich, denn dort gab und gibt es die besten
Ausreden.
Warten wir also ab was Hamburg im nächsten
Jahr bringt. Mein Tipp: wir werden mit Sicherheit mehr
Bitumenbahnenhersteller sehen, im Gegenzug bleibt der ein oder
andere Ziegler fern.
stefan
ibold http://www.planungsgruppe-dach.de
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